Am Mittwoch, den 07.05.2014 urteilte das höchste deutsche Gericht, dass Kunden deutscher Lebensversicherer auch nach vielen Jahren ihren Lebensversicherungsvertrag widerrufen und somit ihr Geld zurückfordern können, wenn sie bei Vertragsschluss nicht ausreichend über ihr Widerrufsrecht aufgeklärt worden sind oder die Vertragsdokumente nicht erhalten haben (BGH, IV ZR 76/11).

Betroffen hiervon sind Lebensversicherungsverträge, die zwischen 1994 und 2007 abgeschlossen wurden. Seit 2008 abgeschlossene Verträge sind von dem Urteil nicht mehr zwingend betroffen, da ab diesem Zeitpunkt Kunden die kompletten Unterlagen immer vor der Unterschrift ausgehändigt bekommen mussten. 

Laut BGH können Kunden allerdings nicht die gesamte eingezahlte Summe zuzüglich Zinsen zurückverlangen, da die Lebensversicherer den vor Widerruf gewährten Versicherungsschutz hiervon in Abzug bringen dürfen. Dieser sogenannte „Risikoanteil“ bei den Lebensversicherern umfasst in etwa ein Fünftel der Einzahlungssumme.

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Giuseppe Alongi
Rechtsanwalt

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